Seit zehn Jahren reparieren 13 ehrenamtliche Tüftler im Repaircafé an der Leipziger Straße defekte Elektrogeräte – mit großem Erfolg. Aus einem kleinen Raum entwickelte sich eine gut organisierte Werkstatt mit Terminvergabesystem. Insgesamt wurden 5.635 Geräte abgegeben, davon über 4.600 erfolgreich repariert, was einer Erfolgsquote von mehr als 80 Prozent entspricht. Die Arbeit erfolgt auf Spendenbasis, Ersatzteile zahlen die Kunden selbst. Besonders häufig landen Unterhaltungs- und Küchengeräte wie Radios, Plattenspieler, Toaster oder Kaffeemaschinen auf den Werkbänken.
„Es gab einen Tag, da standen die Kunden bis auf die Straße“, sagte Wolfgang Matschek, Leiter der Reparaturinitiative
Getragen wird das Projekt von der Freude am Reparieren, dem Lernen und der Gemeinschaft. Viele Teammitglieder sind erfahrene Hobbyschrauber, einige ausgebildete Fachkräfte. Große Haushaltsgeräte werden aus logistischen Gründen nicht mehr angenommen, dafür gibt es immer wieder kuriose Fälle – etwa ausgefallene Weihnachtsdekoration. Das Repaircafé versteht sich nicht als Konkurrenz zu professionellen Reparaturbetrieben, sondern als Ergänzung, vor allem für alte oder wirtschaftlich nicht mehr rentable Geräte. Für ihr Engagement wurde das Team mehrfach ausgezeichnet und finanziert sich durch Preisgelder, Spenden und Sponsoren.
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